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Radtouren und Wanderungen

Regen über Bahlburg
In der Bahlburger Schmiede
Gespanntes Zuhören
Wilhelm Maack über seine Schmiede

08. September 2022

 

Radtour durch Bahlburg, Regen und rasches Umdenken

 

Nun endlich sollte nach den langen coronabedingten Einschränkungen Anfang September

die Radtour durch Bahlburg stattfinden. Einen heißen und trockenen Sommer hatten wir bis dahin.

 

Und nun das: Regen und zwar nicht sanfter Landregen oder mal ein Schauer, nein, nicht enden wollender prasselnder Regen, der einen Vorhang über das Land zieht und zwar einen richtig nassen Vorhang....da jagt man – oder besser gesagt: die LandFrau -  keine Katze vor die Tür und auch der Hund würde mit großen fragenden Augen schauen, ob Frauchen das wirklich ernst meint....

aber deswegen das lange vorbereitete Treffen absagen....auch Nein .

 

So trafen sich auf dem Hof Albers unterm Schauer dennoch an die dreißig mit Schirmen und Regenmänteln ausgerüstete Landfrauen und entschieden: wenn es denn so unangenehm regnet, dann fahren wir eben mit dem Pkw. Unsere LandFrauen bildeten da ratzfatz Fahrgemeinschaften, so dass keine Frau zurückbleiben musste, die sich trotz des Regens zu Fuß oder gar mit dem Rad auf den Weg nach Bahlburg gemacht hatte. 

 

Zuerst fuhr die kleine Karawane durch die Neubaugebiete in Bahlburg, wobei mit Neubaugebieten die Einzelhäuser gemeint sind, die ab den 60er Jahren für den sprunghaften Zuzug im Dorf gesorgt hatten.

Dann ging es in die Alte Schmiede, wo uns Wilhelm Maack erwartete, der uns vom Beginn des Betriebs viel Interessantes zu berichten wusste. So lebendig erzählte er, dass die etwas älteren LandFrauen unter uns sich wieder in die Nachkriegszeit und die Zeit des  Wiederaufbaus versetzt fühlten. 

Und natürlich musste er den LandFrauen auch erzählen, wie er seine Waltraud kennengelernt hatte und dass er sehr sehr stolz auf die beiden Töchter ist.

 

Anschließend fuhren wir zum Bahlburger Dörpshus zum Kaffeetrinken. 

Dort erwarteten uns nicht nur leckere Torte nebst Kaffee und Tee sowie Käsebrot, sondern auch eine ganz besondere Überraschung: ein Bahlburger Bilderbogen, bestehend aus vielen alten Fotos, die Bahlburger für die Dorfchronik gestiftet hatten. Die Fotos wurden an die Wand projeziert, so dass wir sie uns beim Kaffeetrinken schon anschauen konnten. Danach gab uns Elke Schlender viele Erläuterungen. Noch werden für die Dorfchronik weitere Fotos aus alten Zeiten gesucht.

 

Zeit für einen Klönschnack hatten wir auch. So war es doch ein gelungener Nachmittag für die LandFrauen.



Bericht: Vera Bergmann

Frau Bülk referiert über den Heideboden
Wir nähern uns den Heideflächen
Der alte Schnuckenstall

August 2022

Landfrauen Pattensen und Umgebung wanderten nach der Coronapause endlich wieder durch die Lüneburger Heide

36 Frauen des Landfrauenvereins Pattensen und Umgebung versammelten sich jüngst im traditionsreichen Heideort Undeloh zu einer abendlichen Heidewanderung. Bei angenehm sommerlichen Temperaturen und wunderbaren Lichtverhältnissen brach die Gruppe unter Leitung der Gästeführerin Pat Bülk in den Naturpark auf. Nach anfänglichem Wandern durch bewaldetes Gebiet näherte man sich zügig den weitläufigen Heideflächen, deren beginnende Blüte bereits zu erkennen war. 

 

An markanten Stellen des Weges wurden kurze Pausen eingelegt. Diese Pausen nutzte Frau Bülk, um den Frauen eine Menge Wissenswertes über die Kulturlandschaft Heide zu vermitteln. Die Themen reichten von der Entstehung in der Eiszeit, den Bodenbesonderheiten und der Besiedlung bis hin zu den Unterschieden zwischen männlichem und weiblichem Wacholder, dem Spinnen von Schnuckenwolle und natürlich dem heidetypischen Buchweizen. Am alten Heidschnuckenstall wurde zudem über den Hamburger Kaufmann Alfred Toepfer berichtet, ohne den die Landschaft im Naturpark Lüneburger Heide heute mit Sicherheit ganz anders aussehen würde. Hätten er sich nicht mit so viel Tatendrang, Überzeugungskraft und Geld für den Erhalt der Heidelandschaft eingesetzt, wäre sie heute stark zurückgedrängt, wenn nicht gar ganz verschwunden.

Nach gut zwei Stunden kehrten die LandFrauen sichtlich angetan zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück, wo sie bereits ein köstliches Fingerfood-Picknick erwartete. Gästeführerin Pat Bülk überraschte die LandFrauen zudem mit selbstgebackenem Heidelbeer-Buchweizenkuchen. Einigkeit herrschte darüber, dass eine Heidewanderung in vergleichbarer Form unbedingt auch im kommenden Jahr durchgeführt werden sollte.

 

 

Prachtvolle Aussichten
Blaubeer-Buchweizenkuchen und Fingerfood
Danke Angelika

LandFrauen stellen ihr Dorf vor – 2019 Pattensen

Die LandFrauen aus unserem Verein radeln jedes Jahr in eines der Mitgliedsdörfer, um sie besser kennenzulernen. So trafen sich im August 2019 bei mildem Sommerwetter etwa 50 LandFrauen, um Pattensen unter kundiger Anleitung zu erradeln. Die Tour begann mit einem Besuch auf dem kirchlichen Friedhof. Renate Menke vom Kirchenvorstand und Peter Dederke, der die Dorfgeschichte von Pattensen erforscht, gaben einen Überblick über Geschichte und Entwicklung des Dorfes und den Wandel der Bestattungsformen. Der nächste Halt war der Dorfplatz.

 

Dort erfuhren wir u. a., dass die Pattenser Hauptstraße erst nach einem verheerenden Brand im Dorf angelegt wurde. Über den Dorfplatz und die ehemalige Hauptstraße von Pattensen (jetzt Schulstraße) führte die Tour zum Alten Postweg und von dort über Nebenstraßen und „Schleichwege“ zum Schützenhaus zu einer ausgedehnten Getränkepause, die u. a. von einer LandFrau mit „geistigen“ Getränken gesponsert wurde. Weiter ging es durch die Nebenstraßen und ein Stück durch die Feldmark. Bei Kaffee und leckerer Torte klang die Fahrt im Garten von Cafe Hulda aus. Im weiteren Verlauf der Tour schauten wir uns die neue Pattenser Grundschule an, bevor uns der Weg über die wegen der Bauarbeiten am Bahlburger Kreuz derzeit stark befahrene Blumenstraße in den Allernweg und in die Feldmark führte, bevor die Rundfahrt bei Kaffee und Kuchen im Garten von Cafe Hulda endete.

 

 

Radtour