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Vorträge

„Vom Glück, 70 zu sein“ - 

Kurzgeschichten zum Schmunzeln mit Elke Stoll

am 20. April 2022

 

60 LandFrauen aus Pattensen und Umgebung freuen sich am 20. April im Gasthof Vossbur in Tangendorf auf die Lesung von Elke Stoll aus Undeloh. Beim leckeren Abendessen steht jedoch zunächst der persönliche Austausch an den Tischen im Mittelpunkt. 

 

„Mit 70 hat man noch Träume“ – viele Teilnehmerinnen können diesen Schlager noch ansingen und schmunzeln über das Ende dieser kurzweiligen Liebesgeschichte. „Die Umweltsau“ erinnert an die Parodie des Kinderliedes aus dem Jahr 2019. Die Großmutter versetzt die Enkelin in die Lebenssituation einer Jugendlichen in den 60er Jahren. Großmutter und Enkelin entwickeln großes Verständnis füreinander. Die LandFrauen stimmen dann mehrheitlich für die Kurzgeschichten „Das besondere Geschenk“, das erst zum Schluss einer Feier zum 70. Geburtstag für eine Überraschung sorgt und für die Geschichte „Der Einkaufszettel“, bei der das schlechte Erinnerungsvermögen beim Einkaufen humoristisch thematisiert wird. Frau Stoll berichtet am Ende der Veranstaltung „Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben“ und lässt ihre Romanfiguren über die Entstehung ihres ersten Romans „Das Schneewittchen-Syndrom“ sprechen. Die Pattenser LandFrauen verleben einen kurzweiligen Abend mit humorvollen Geschichten, die auch zum Nachdenken anregen.

 

Elke Stoll und Birgit Albers
Gesine Lange und Elke Bulla

Landfrauen lauschen Gesine Langes Vortrag über eine Kindheit in der DDR am 16. März 2022

 

Die Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Gauck entführte die Landfrauen in ihre Kindheit in der DDR.
Das interessante Thema trug sicherlich zum großen Interesse von vierzig Frauen des LandFrauenvereins Pattensen und Umgebung an dem Vortrag im gemütlich zum Kaffeetrinken eingedeckten Saal des Gasthauses Sander in Scharmbeck bei.

 

Nach einer ausgiebigen Runde unter 3K-Bedingungen (3K = Kaffee, Kuchen, Klönen) für die Landfrauen begann Gesine Lange mit ihrem frei gehaltenen Vortrag.

Schon bald waren die Zuhörerinnen in ihrem Bann und lauschten den spannend vorgetragenen Kindheitserinnerungen. Beklommen folgten die Landfrauen der Schilderung, wie der Druck in der Schulzeit auf die Pfarrerstochter immer mehr zunahm. Eigene Erlebnisse bei Verwandtenbesuchen in der DDR wurden wach.
 

Besonders der Zwiespalt, der sich für ein Schulkind zwischen einer christlich geprägten Erziehung und dem in der DDR geforderten „Einfügen in das sozialistische Kollektiv“ auftat, bewegte die Landfrauen tief.

Dagegen stand die freimütige, sachliche und zugleich aber auch unterhaltsame Vortragsart von Gesine Lange, die berichtete, welche Folgen es für sie und ihren weiteren Lebensweg in der DDR hatte, sich der Eingliederung in die üblichen Organisationen und Verhaltensweisen der DDR wie z. B. junge Pioniere, Jugendweihe und Unterrichtung an der Waffe zu verweigern.

 

Fast schon vorgezeichnet war für die Landfrauen, dass sich Gesine Lange als junge Erwachsene entschloss, einen Ausreiseantrag zu stellen.

Dieser Nachmittag im März 2022 überzeugte die Landfrauen noch einmal wieder vom Wert der Freiheit und Demokratie.

Für den LandFrauenverein Pattensen bedankte sich Elke Bulla vom Vorstandsteam bei Gesine Lange mit einem besonderen Präsent.

 

Bericht: Vera Bergmann

Foto: Vera Bergmann

Vorträge

„Der Garten im Wandel – von Nutzfläche bis Biotop“ – Vortrag von Fernsehgärtner Mathias Schuh am 08. April 2019

In einer Gemeinschaftsveranstaltung der LandFrauenvereine Auetal und Pattensen und Umgebung referierte der bekannte Gärtner Matthias Schuh vom Freilichtmuseum am Kiekeberg über die Entwicklung von Gärten im Lauf der Jahrhunderte und Moden der Gartengestaltung. Im Gasthaus Vossbur in Tangendorf erlebten 86 interessierte LandFrauen einen spannenden und informativen Vortrag und nutzten die Gelegenheit, dem aus der Fernsehsendung „Mein Nachmittag“ des NDR bekannten Gärtner viele Fragen zu stellen. Im Vortrag und in der Diskussion nahmen Themen wie die Umwandlung von Nutzgärten in Ziergärten, die Veränderungen beim Anbau von Nutzpflanzen sowie die Anlage von Hochbeeten und bienenfreundlicher Gärten einen breiten Raum ein. Die Landfrauen interessierten sich besonders für Informationen über bienenfreundliche Blumen und Stauden – wobei mit bienenfreundlich insbesondere Wildbienen (und auch Hummeln) gemeint sind. So kann beispielsweise mit Taubnesseln und Elfenkrokussen schon früh im Jahr für „Insektenfutter“ gesorgt werden. Auch Modeerscheinungen bei der Gartengestaltung wie Koniferen in den Gärten in den siebziger Jahren, der Einzug von Kirschlorbeer und Kiesbeeten/Steingärten als vermeintlich pflegeleichte Alternativen und deren okölogischer Nutzen wurden angesprochen.

 

Die LandFrauen erfuhren an diesem Abend nicht nur etwas über den ursprünglichen Begriff „Garten“ als umschlossener, geschützter Raum (der im Begriff „Kindergarten“ noch gut nachzuvollziehen ist) und den Beginn des Gärtnerns an sich mit dem Beginn der Sesshaftigkeit des Menschen, sondern erhielten auch praktische Tipps für die Aussaat von Gemüse (Tomatensamen eine Nacht einweichen) und die Ernte von selbst gezogenem Samen (die ersten Schoten bei alten Bohnensorten stehen lassen). Mit zunehmendem Wohlstand in der Bevölkerung wandelte sich der Garten von der Produktionsfläche zum Ziergarten. Und so verschwanden ältere Gemüsesorten aus den Gärten. Auf verschiedenen Tafeln und Fotos lernten die LandFrauen alte – zum Teil fast vergessene – Gemüsesorten kennen wie Erdbeerspinat, Etagenzwiebel, Benediktinererbse oder türkische Erbse (die in Wirklichkeit eine Bohne mit einem rundlichen Korn ist). Auch ging die Vielfalt bei den Gemüse- und Obstsorten stark zurück: hier wurden beispielhaft alte Sorten des Blutrhabarbers, der bitterstoffreiche Braunkohl oder der „Tangendorfer Brautapfel“ genannt. Matthias Schuh erzählte die wunderschöne Geschichte vom Saatgut einer besonderen Erbsensorte, das seit dem 1.Weltkrieg in Vierhöfen selbst gezogen, weitergegeben und nun an ihn übergeben wurde. Tipps zur Rasenpflege mit launigen Hinweisen auf die Vielfalt beim Löwenzahn rundeten den Vortrag ab ( wer hätte gedacht, dass es rund 1.800 verschiedene Löwenzahnarten gibt?). Dieser Vortrag hat sicherlich vielen LandFrauen noch mehr Lust aufs Gärtnern gemacht.