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Ausflüge

Ebstorfer Reisesegen

Mai 2024

 

Pattenser LandFrauen besichtigten das Kloster Ebstorf 

 

Bei sonnigem Wetter Mitte Mai führte eine Busfahrt mehr als 30 Frauen des Landfrauenvereins Pattensen zum Kloster Ebstorf.

Berühmt ist das Kloster u.a. wegen seiner Weltkarte aus dem Mittelalter. Das erstmals 1197 urkundlich erwähnte Benediktinerinnenkloster wurde nach der Reformation zu einem der sechs Heideklöster, die bis heute als evangelische Damenstifte (Konvente) weiterbestehen. 

Im Gegensatz zu manchen anderen Klöstern in der Lüneburger Heide wurde es aber nie zerstört. Deshalb ist sowohl von der ursprünglichen Bausubstanz aus dem 14. Jahrhundert als auch von Einrichtungsgegenständen sowie Kunstschätzen aus dem Mittelalter vieles noch original erhalten. Nur die von den damaligen Nonnen nach den ihnen zugänglichen Quellen wie Bibel und anderen geistlichen Handschriften gestaltete Weltkarte mit einem Jerusalem in der Mitte der imposanten Karte ist nicht mehr im Original erhalten. Man hatte das Original im 2. Weltkrieg in das - vermeintlich sichere - Staatsarchiv nach Hannover gebracht; dort wurde die Karte bei den Bombenangriffen auf Hannover ein Raub der Flammen. Glücklicherweise gibt es eine Kopie in der ursprünglichen Größe der Karte in Ebstorf. 

So konnten die LandFrauen bei einer Führung im Kloster vieles persönlich in Augenschein nehmen und sie waren begeistert von den sachkundigen Erläuterungen ihrer beiden Führerinnen. Diese berichteten anschaulich und lebendig über Leben und Werk der Frauen im Kloster im Mittelalter und nach der Reformation bis heute. Die geplante Zeit für die Besichtigung verging wie im Flug. 

Mit dem Ebstorfer Reisesegen für den Alltag gestärkt verließen die LandFrauen Ebstorf. Die weitere Fahrt führte die LandFrauen nach einem Mittagsimbiss zum Arboretum nach Melzingen, wo sie den Baumgarten erkundeten und sich an den blühenden Sträuchern und Blumen erfreuten. 

Eine ausführliche Kaffeepause an der B4 bot auch Gelegenheit zum Shoppen, bevor es wieder zurück nach Pattensen ging.

 

Bericht: Vera Bergmann

November 2022

 

LandFrauen setzen sich für die plattdeutsche Sprache ein oder 

Landfroons maakt sik stark för plattdüütsch


 

Seit etlichen Jahren treffen sich Frauen des LandFrauenVereins Pattensen und Umgebung einmal im Monat zum plattdeutschen Abend. Da lag der Gedanke nahe, doch auch einmal eine plattdeutsche Aufführung in einem Theater zu besuchen. 

Die Wahl fiel im Frühjahr 2022 auf die 2.Groote Plattdüütsch-Gala in Bremen. 

 

Anfang November war es endlich soweit und der Bus von Eggers-Reisen fuhr gutgelaunte LandFrauen (einige in Begleitung ihres Partners) nach Bremen zum Metropol Theater.

 

Der Busfahrer setzte uns so dicht vor dem Theater ab, dass wir Jacken und Mäntel im Bus lassen konnten, waren es doch nur einige Schritte zumTheater.

Weil wir so rechtzeitig da waren, blieb noch Zeit für eine Erkundung des Theaters; das nutzten die Theatererfahrenen unter uns für einen kleinen Imbiss und/oder für die Vorbestellung von Getränken in der Pause. 

 

Pünktlich um 19 Uhr begann die Vorstellung mit dem Auftritt des Moderatorenpaars Yared Dibaba und Herrn Momsen. Die Beiden sorgten mit lustigen Wortgefechten und launigen Bemerkungen von Anfang an für gute Stimmung im Publikum. Leid konnte einem vielleicht „Manfred“ tun, der in der ersten Reihe mit verschränkten Armen saß und so zur Zielscheibe mehr oder weniger besorgter Nachfragen der Moderatoren wurde, ob ihm die Gala gefalle. „Manfred“ soll es am Ende sehr gefallen haben – das mal vorweg.

 

Nach den einleitenden Späßen prasselte ein buntes Feuerwerk op Platt auf uns:  

ein Zauberer mit Kartenkunststücken „ut de Büx“, Gesang und Tanz mit Anni Heger, ernste und heitere Kurzgeschichten (Schiller und Schaller up'n Bahnhoff ton Bispeel) ein plattdüütscher Beschwerdechor (De Meckerkring) sowie Bandmusik (Knipp Gumbo) und und und.

 

In der Pause trafen wir uns auf einen Aperol und tauschten uns über das gelungene Programm aus. Auch freuten wir uns über die zum Mitnehmen ausgelegten Karten mit plattdeutschen Sinnsprüchen.

 

Nach rd. drei Stunden traten wir die Rückfahrt an. Dieses Mal wartete unser Bus unmittelbar vor dem Ausgang und brachte uns schnell und sicher nach Hause. 


 

(Text: Vera Bergmann)

 

Moderatoren machen Selfies
Schäfer Ast im Marstall-Museum

Oktober 2021

Schäfer Ast Ausstellung im Museum im Marstall

 

 

 

Es war schon Ende Oktober als sich die LandFrauen Pattensen und Umgebung erneut in Winsen trafen. Dieses Mal ging es um die Ausstellung über Schäfer Ast im Museum im Marstall.

 

Im Museum führte uns Ilona Johannsen zunächst durch die neu gestalteten Ausstellungsräume. Das Museum hatte die Einschränkungen während der Corona-Pandemie dazu genutzt, eine Vielzahl von Ausstellungsstücken zu digitalisieren, die vorher schon aus Platzgründe nicht gezeigt werden konnten.

Diese können nun an mehreren Stationen – wenn auch nur am Bildschirm – angeschaut werden.
Fast wären die interessierten LandFrauen bei den feinen und feinsten Stickarbeiten aus der Elbmarsch hängen geblieben. Aber eben nur fast.

 

Unterm Dach angekommen erfuhren die LandFrauen alles über den Lebensweg des heilkundigen Schäfers Ast (1848 - 1921). Was gab es da alles zu bestaunen: Briefe, Fotos, Ansichtskarten, Gedenkbildchen aus dem Automaten, Zeitungsartikel und Werbung, Werbung, Werbung.

Eifrig beworben in Anzeigen wurden echte und weniger echte Schäfer- Ast-Produkte.

Ein regelrechter analoger Medienhype entwickelte sich.

 

Jeder Zug, der an der Bahnstation Radbruch hielt, brachte neue Kundschaft. Und so entwickelte sich auch im Dorf Radbruch ein geschäftiges Treiben, nicht nur mit Fuhrwerken. Man konnte für die Wartezeit mehr oder weniger komfortable Sitz- und Schlafplätze mieten, bis man an der Reihe war. Es sollen mehrere hundert Menschen täglich Hilfe gesucht haben. Kein Wunder, dass Neider und Diebe angezogen wurden.

Auch musste Schäfer Ast sich mehrfach wegen unerlaubten Herstellens von Medikamenten vor Gericht verantworten. So kam es zur Zusammenarbeit mit dem Apotheker Meinecke in Winsen (jetzt Alte Rats-Apotheke).

 

Zum Ende der Führung begleitete Ilona Johannsen die LandFrauen zur Alten Rats- Apotheke. Dort erklärte die Apothekerin Rosemarie Schmidt, welche der Rezepturen von Schäfer Ast bis heute dort hergestellt werden.

 

Der Ausflug fand seinen Abschluss bei Kaffee und Kuchen im City-Cafe am Rathaus.

 

 

Blaufärberhaus

September 2021

LandFrauen erkunden Winsen/Luhe

 

Wie gut kennen wir eigentlich Winsen/Luhe?

Unter diesem Motto trafen sich gegen Ende September fünfundzwanzig interessierte LandFrauen des LandFrauenvereins Pattensen und Umgebung vor dem Marstall in Winsen zu einem geführten Stadtrundgang.

 

Unter kundiger Anleitung durch Ilona Johannsen vom Museum im Marstall führte der Rundgang zunächst vom ehemaligen Schlossplatz, dem heutigen Platz zwischen Marstall, Rathaus und Schloss, zur St. Marien Kirche.

Früher war der Schlossplatz natürlich nicht der Allgemeinheit zugänglich, erfuhren die LandFrauen.

 

Dass die Pattenser Kirche älter ist als die Winsener Kirche, wussten wohl manche, aber dass früher in Winsen nur eine Kapelle stand und die Pattenser Kirche in kirchenrechtlicher Hinsicht wichtiger war als die Kapelle, das war neu.

Weitere Neuigkeiten über den Bau der St. Marienkirche erfuhren die LandFrauen, als sie staunend im Inneren der Kirche standen und durch „ein Fenster“ im Boden einen Blick auf die Fundamente der ersten – noch viel kleineren – Kirche werfen konnten.
Ilona Johannsen erzählte spannend, wie in früheren Zeiten Kirchen gebaut wurden und wie es kam, dass die Winsener Kirche nur ein Seitenschiff erhielt.

 

Der Stadtrundgang führte die LandFrauen über den früheren Marktplatz und die Luhe auf die Luhe-Insel zum Blaufärberhaus aus dem 16. Jahrhundert, dem ältesten Bürgerhaus Winsens.

 

Letzte Station des Stadtrundgangs war die Schlosskapelle, die normalerweise nicht besichtigt werden kann. Die Schlosskapelle stammt aus der Zeit, als Dorothea von Braunschweig-Lüneburg das Schloss als Witwensitz bewohnte (1593 -1617).

Die Kapelle dient heute dem Standesamt als Trauzimmer und wird gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

 

Nach dem erlebnisreichen Rundgang ließen die LandFrauen den Ausflug bei Kaffee und leckeren Torten im City Cafe ausklingen.

 

 

Oktober 2020

Mal wieder raus und in den Himmel gucken

 

Unter diesem Motto trafen sich an einem sonnigen Oktobertag 30 LandFrauen um die Mittagszeit auf dem Pattenser Dorfplatz, um per Bus nach Hamburg zum Planetarium zu fahren und dort die Vorstellung „Aurora – im Reich des Polarlichts“ zu besuchen. Da wir zeitig vor Ort waren, konnten wir - natürlich immer unter Beachtung der Corona- Regeln - vor der Vorstellung noch die Aussichtsplattform aufsuchen. Ganz sportliche LandFrauen sollen sogar die Treppen genutzt haben – und das sind viele viele Stufen, denn das Planetarium befindet sich in einem ehemaligen Wasserturm. Andere nutzten lieber den Fahrstuhl. Oben angekommen blickten wir über den Stadtpark auf Hamburg. Aber was für ein Ausblick bot sich uns: Hamburg im goldenen Oktober! Einige LandFrauen meinten, dass man bei diesem Anblick getrost auf Reisen zum Indian Summer in die USA verzichten könne. Voller Vorfreude betraten wir den Sternensaal im Planetarium und ließen uns in die Welt des Polarlichts entführen. Beladen mit vielen schönen Eindrücken traten wir anschließend die Rückfahrt an. Unser Bus brachte uns schnell und sicher nach Pattensen zurück.

 

Tagesausflug zur Luftbrückengedenkstätte nach Faßberg und zum Albert König Museum in Unterlüß am 10.09.2019

In diesem Jahr feierte unser LandFrauenverein Pattensen und Umgebung sein 70jähriges Bestehen. Ebenfalls vor 70 Jahren endete die Luftbrücke nach Berlin. Von Faßberg aus wurde West-Berlin während der Berlin-Blockade mit Kohle versorgt. Grund genug für 23 LandFrauen des LandFrauenvereins, um im September bei sonnigem Wetter einen Ausflug zur Luftbrückengedenkstätte zu machen. Dort erwartete uns eine Führung über das Gelände und wir erhielten an den einzelnen Stationen der Ausstellung von unseren engagierten, kompetenten und ehrenamtlich tätigen Führern des Fördervereins viele zusätzliche Informationen zu den Schautafeln. Durch die lebendigen Vorträge sowie einen Film über die Luftbrücke wurde uns die logistische Meisterleistung deutlich, die damals zum Überleben West-Berlins beitrug. Auch die anschaulichen Informationen über die vielen Dinge, die im Hintergrund des Projekts zu bedenken und zu organisieren waren wie beispielsweise Arbeitskräfte, Unterkünfte, Küchen sowie Transportmöglichkeiten und das alles in einem durch Krieg zerstörten Land, machten uns nachdenklich.

 

Besonders eindrucksvoll war natürlich, dass wir den „Faßberg-Flyer“ (einen der legendären Rosinenbomber) von innen beschauen konnten. So bekamen wir noch einen zusätzlichen Eindruck über die buchstäblich „handwerklichen“ Leistungen der Piloten, Lademeister und Arbeiter. Zum Mittagessen kehrten wir im Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg ein, wo man uns mit mediterraner Hähnchenpfanne mit Röstkartoffeln bewirtete. Die weitere Fahrt führte uns zum Albert-König-Museum in Unterlüß, wo uns ebenfalls ein ehrenamtlich tätiges Team erwartete und uns zunächst bei einem Außenrundgang das ehemalige Wohnhaus des Künstlers vorstellte sowie uns die Dauerausstellung über Kieselgur erläuterte. Kieselgur war einst ein wichtiger Bodenschatz der Lüneburger Heide und ist noch heute in vielen sehr unterschiedlichen Produkten (wie Filteranlagen, Zahnpasta, Dynamit) unverzichtbar. Ob nun die anschließende Besichtigung des Archivs oder die Kaffeepause mit hausgebackenem Kuchen im Foyer des Museums den abschließenden Höhepunkt darstellte, mag jede LandFrau für sich selbst beurteilen. Der Rückweg führte uns abseits der Autobahn auf Landstraßen mit dem Bus durch die schöne Landschaft der Südheide wieder nach Pattensen.

Ausflug
Ausflug
Ausflug Fassberg